Padmaschine

Kapselmaschine oder Padmaschine – Was ist besser?

Kaffee ist nach wie vor eines der beliebtesten Getränke bei uns in Deutschland. Kein Wunder also, dass es immer neue Kaffeemaschinen-Systeme gibt. Zwei der beliebtesten Systeme sind die Padmaschinen und die Kapselmaschinen. Beide erledigen die Zubereitung eines Kaffees innerhalb kürzester Zeit und beide sind sehr einfach in der Handhabung. Doch welche der beiden Maschinen ist besser und wonach muss beim Kauf achten? Wir helfen Ihnen dabei die Frage Kapselmaschine oder Padmaschine zu beantworten.

Padmaschinen – Eine kleine Erklärung

PadmaschineDie Padmaschine stellt mit Hilfe eines Pads den Kaffee her. Ein Kaffeepad ist rund besteht aus Filterpapier, welches zu einer kleinen Tasche gearbeitet ist und die mit Kaffeepulver gefüllt ist. Die Pads sind versiegelt, so dass das Kaffee Pulver nicht herausfallen kann. Somit entsteht keinerlei Dreck bei der Handhabe mit den Pads. Zur Zubereitung wird das Pad einfach in das dafür vorgesehene Fach der Kaffeepadmaschine gelegt, mit einem Hebel verriegelt und anschließend der Brühvorgang meist per simplem Tastendruck gestartet. Dann pumpt die Maschine das heiße Wasser durch das Pad. Die Maschinen sind auch teilweise so konzipiert, dass die Zubereitung mehrerer Tassen auf einmal möglich ist, meist ist die Anzahl auf zwei begrenzt. Im Anschluss lassen sich die Pads bequem im Biomüll oder auf dem Kompost entsorgen, da auch das Filterpapier biologisch abbaubar ist. Das macht die Kaffeepadmaschinen zu sehr umweltfreundlichen Geräten. Der erste Hersteller von diesem System war Philips mit seiner Senseo Kaffeepadmaschine. Seitdem sind aber viele weitere Systeme und Hersteller von Kaffeepads und Kaffeepadmaschinen gefolgt. Es gibt hier also eine große Auswahl an Marken und Kaffeesorten. Diese sind zum Großteil untereinander kompatibel und damit austauschbar.

Kaffeepadmaschinen: Vorteile und Nachteile

Kaffeepadmaschinen erleichtern das Kaffeekochen ungemein. Sie sind deutlich einfacher zu bedienen als klassische Kaffeemaschinen mit Filtertüte und einzufüllendem Kaffeepulver. Damit sind diese Geräte ideal für alle, die schnell ein bis zwei Tassen Kaffee zubereiten wollen. Denn je nach Maschine können diese zeitgleich bis zu zwei Tassen oder Becher mit heißem Kaffee oder je nach Ausstattung auch mit anderen Kaffeespezialitäten füllen. Verfügt eine Kaffeepadmaschine zum Beispiel über eine Milchschaumeinheit, kann sie auch köstliche Latte Macchiatos oder Cappuccinos kochen. Allerdings sollte auch bedacht werden, dass ein mit einem Kaffeepad zubereiteter Kaffee ein ganzes Stück teurer ist als ein mit einer klassischen Kaffeefiltermaschine zubereiteter Kaffee.

Stärken und Schwächen von Kaffeepadmaschinen auf einen Blick

Kaffeepadmaschinen Vorteile:

  • einfache und schnelle Zubereitung von ein bis zwei Tassen
  • praktische Bedienung
  • oft einfach zu reinigen
  • große Auswahl an Kaffeepads

Kaffeepadmaschinen Nachteile:

  • teurer als klassischer Filterkaffee
  • nur für wenige Tassen
  • lauter als klassische Filtermaschinen

 

Kapselmaschinen im Detail

KapselmaschineEine Kapselmaschine funktioniert in der Handhabung ähnlich wie die Padmaschine. Anstelle des Pads verwendet man hier allerdings eine mit Kaffeepulver gefüllte Kapsel aus Aluminium. Die Kapsel ist versiegelt und das Aroma des Kaffees bleibt dadurch auch bei längeren Lagerzeiten vollständig erhalten. Das ist der wahrscheinlich größte Vorteil gegenüber den Padmaschinen. Der Kaffee ist geschmacklich dadurch einfach besser und vollmundiger. Denn bei der Zubereitung wird bei einer Kapselmaschine mit mehr Druck als bei einer Padmaschine gearbeitet.

Kaffeekapselmaschinen: Vor- und Nachteile

Kaffeekapselmaschinen haben ähnliche Vorteile wie Kaffeepadmaschinen, aber noch ein paar mehr. Auch Kaffeekapselmaschinen sind eine sehr praktische Möglichkeit, einen frischen Kaffee zuzubereiten. Einfach eine Kapsel in die Kapselaufnahme der Maschine legen und schon kann das Kaffeekochen losgehen. Es gibt heutzutage bereits viele verschiedene Kapselsorten, so dass verschiedene Kaffeesorten mit einer Kaffeekapselmaschine gekocht werden können. Sogar Tee und Kakao gibt es für alle, die eine Kaffeemaschine nicht nur zum Kaffeekochen verwenden wollen.
Ein großer Nachteil der ist allerdings, dass die einzelnen Kapselsysteme nicht untereinander kompatibel sind. Hat man sich für eine Kapselmaschine entschieden, hat man sich damit auch auf die Kapselmarke festgelegt. Denn untereinander ausgetauscht werden können die Kapseln in der Regel nicht. Leider lassen sich mit einer Kaffeekapselmaschine auch nicht mehrere Tassen gleichzeitig füllen, was wir als kleinen Nachteil sehen. Auch beim Wassertank gibt es kleine Anzüge, da er in den meisten Fällen sehr klein ist und dadurch öfter befüllt werden muss. Das ist natürlich etwas mehr Aufwand. Der für uns jedoch größte Nachteil sind die Aluminiumkapseln. Diese verursachen leider sehr viel Müll und können nicht ohne weiteres einfach auf den Kompost geworfen werden.
Ein weiterer Nachteil der Kaffeekapseln sind die Kosten. Denn eine Tasse mit einer Kaffeekapselmaschine zubereiteter Kaffee ist teurer als mit einem Kaffeepad und deutlich teurer als eine Tasse herkömmlicher Filterkaffee aus einer klassischen Kaffeemaschine. Die gebotene Auswahl und Vielfalt sowie der Komfort durch die einfache Bedienung haben eben ihren Preis. Je nach gewähltem Kapselsystem beginnen sich die Kosten bei ca. 20 Cent und steigern sich dann bei besonders teuren Marken auf mehr als 30 Cent pro Tasse. Auch hier lohnen sich ein Vergleich und eine Recherche vor dem Kauf, um nicht nur beim Kauf der Maschine, sondern bei jeder Tasse Kaffee und Co bares Geld zu sparen.

Stärken und Schwächen von Kaffeekapselmaschinen auf einen Blick

Kaffeekapselmaschinen Vorteile:

  • schnelle und einfache Zubereitung
  • leichte Bedienung
  • platzsparend und praktisch
  • einfache Reinigung
  • große Auswahl an unterschiedlichen Sorten
  • auch Tee und Kakao

Kaffeekapselmaschinen Nachteile:

  • teuer
  • große Preisunterschiede zwischen den Systemen
  • keine Kompatibilität zwischen verschiedenen Kapselsystemen
  • nur für wenige Tassen gut geeignet
  • lauter als klassische Filtermaschinen
  • umweltunfreundlich, da Aluminiummüll

 

Kapselmaschine oder Padmaschine Fazit – Was ist besser?

In erster Linie kann man die Padmaschine als sehr viel umweltfreundlicher bezeichnen. Dadurch, dass man die Pads ohone Probleme auf dem Kompost entsorgen kann, verursacht man mit einer Padmaschinen keinen zusätzlichen Hausmüll. Leider hat die Padmaschine den Nachteil, dass vielen Menschen die zubereiteten Getränke nicht schmecken. Dies wird häufig darauf geschoben, dass das Kaffeepulver mit dem ersten Auspacken der Pads schnell sein Aroma verliert. Es gibt inzwischen jedoch zahlreiche Sorten, auch aus dem Discounter, die man nach und nach probieren kann, um die richtige Sorte für den eigenen Geschmack zu finden.

Die Kapselmaschinen haben leider den Nachteil, dass man mit den Kapseln sehr viel Müll produziert. Geschmacklich sind sie jedoch fast unschlagbar. Das Aroma des Kaffees bleibt vollständig erhalten, dank der Versiegelung. Mit einigen Kapselmaschinen lässt sich sogar auch Kakao oder Tee zubereiten. Das stellt einen weiteren Vorteil dar.

Im Grunde kommt es bei einem Kauf immer darauf an, welche Getränke man mit der Maschine zubereiten möchte. Um ausschließlich den typischen Kaffee zuzubereiten, ist die Padmaschine hervorragend geeignet. Die Kapselmaschine ist geeignet für all jene, die Wert auf einen ausgezeichneten Geschmack legen und häufig Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato trinken möchten.

Was den Preis der Anschaffung angeht, sind beide ungefähr auf derselben Wellenlänge. Bei den laufenden Kosten fallen die Kapseln jedoch deutlicher ins Gewicht, als die preisgünstigen Pads. Zwar gibt es auch bei den Kapseln sowohl günstige als auch teurere auf dem Markt, Schnäppchen sind sie jedoch alle nicht.

Nespresso kann man zudem überwiegend nur über das Internet bestellen, während Dolce Gusto oder Tassimo auch im Supermarkt erhältlich ist. Wer die Entscheidung treffen muss, ob Pad oder Kapsel, sollte nach Möglichkeit im Fachmarkt zunächst einmal probekosten.